Regionales Superfood mit gesunder Wirkung

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Leinsamen nennt man die Samen des Flachses, auch bekannt als gemeiner Lein. Sie wurden bereits von unseren Vorfahren als Heilmittel verwendet und erfahren noch heutzutage große Beliebtheit.

Ob ganz, geschrotet, als Leinöl oder als Kapsel: Die kleinen Samen strotzen vor Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren und Eiweiß, und besitzen eine heilende Wirkung.

Welche Vorteile sie haben, was Leinsamen so gesund macht und welche tägliche Menge empfohlen wird – all das erfährst du hier.

Lesetipp

Die Tabelle zeigt die Kalorien und die wichtigsten Nähr- sowie Inhaltsstoffe von Leinsamen.

Nähr- und Inhaltsstoffe in 100 Gramm (durchschnittlich)
Kalorien 376 kcal
Protein 28,8 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 38,6 g
Fett 30,9 g
– davon mehrfach ungesättigte Fettsäuren 20,9 g
Cholesterin 0 g
Eisen 8,2 mg
Kalium 725 mg
Kalzium 198 mg
Phosphor 662 mg

Buch: “Die kleine Nährwerttabelle der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.”, Prof. Dr. Helmut Fröleke, Umschau Verlag (2005), S. 36-37

Das solltest du über Leinsamen wissen

Bei all den positiven Wirkungen von Leinsamen ist es nicht verwunderlich, dass wir angefixt sind – und die Samen in unsere Ernährung integrieren, wo wir nur können.

Die Art und Weise spielt dabei eine entscheidene Rolle. Ganze Leinsamen passieren den Magen-Darm-Trakt unverändert und werden können nur schwer bzw. gar nicht aufgebrochen werden. Die wertvollen Inhaltsstoffe kann der Körper nur aufnehmen, wenn die Samen in geschroteter Form zu uns nehmen.

Aber Vorsicht: Bei falscher Dosierung können Leinsamen unverträglich werden.

Verwendung: Dies solltest du berücksichtigen

Lesetipp

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iStockphoto

Leinsamen können nicht nur pur eingenommen werden:

geschrotet: Geschrotet lassen sich Leinsamen perfekt über Frühstücks-Klassiker wie Müsli, Haferbrei oder Porridge streuen – so kannst du zum Beispiel deine Verdauung in Schwung bringen, wenn diese zu wünschen übrig lässt. Selber schroten kannst du zu Hause mit einem Flocker, einem einfachen Schroter oder dann auch mit einer hochwertigen Getreidemühle. Aber Achtung: Geschroteter Leinsamen wird schneller ranzig als ganze Samen.

eingeweicht: Im Normalfall werden die Leinsamen in heißen Wasser eingeweicht, bis die Flüssigkeit vollständig von den Leinsamen aufgesogen worden ist. Dann sind sie servierfertig und können auch gut beim Frühstück verwendet werden. Aus eingeweichten Leinsamen kannst du zudem prima Brot backen. Eingeweichte Leinsamen helfen übrigens auch bei Magenschleimhautentzündungen.

gequollen: Leidet man an einer Gastritis, kann man die Leinsamen übrigens auch vor der Einnahme quellen lassen. Hierzu die unzerkleinerten Samen mit kaltem Wasser ansetzen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Dann gießt man die Flüssigkeit ab und nimmt den entstandenen Schleim zu sich. Der Schleim lässt sich überdies äußerlich angewendet als Breiumschlag zur Wundheilung verwenden.

gemahlen: Leinsamenmehl kann beim Backen einen Teil des Mehls ersetzen und so den Kohlenhydratanteil im Rezept reduzieren. Leinmehl bindet außerdem sehr gut und kann Eier im Teig ersetzen.

gepresst: Das kaltgepresste Leinöl ist ein Muss in jeder Küche. Es schmeckt nicht nur herrlich nussig, sondern ist auch eine super Alternative zu Olivenöl im Salat-Dressing. Erhitzt werden darf das emfpindliche Öl allerdings nicht.

in Kapselform: Auch die Einnahme von Leinsamenkapseln ist möglich. Beachte dabei bitte die Packungs- und Dosierungsanweisungen zur Einnahme.

Nuss-Saaten-Brot mit Quark

Janne Peters/Fit For Fun

Quellen

Thompson, L.U./Chen, J.M./Strasser-Weippl, K./Goss, P.E.(2005): Dietary flaxseed alters tumor biological markers in postmenopausal breast cancer, abgerufen am 17.11.2019. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15897583

Bundezentrum für Ernährung (2017): Expertenforum: Sie fragen – aid antwortet, abgerufen am 17.11.2019. https://www.bzfe.de/forum/index.php/forum/showExpMessage/id/41365/page1/37/searchstring/+/forumId/3

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (2019): Wasser, abgerufen am 17.11.2019. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/wasser/

Die kleine Nährwerttabelle der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V., Prof. Dr. Helmut Fröleke, Umschau Verlag (2005), S. 36-37

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