Hefe selber machen – einfach mit 3 Zutaten • Koch-Mit

0
0
Verschiedene Hefe: Würfel- und Trockenhefe


Selbstgemachte Hefe, oder auch wilde Hefe, lässt sich ganz einfach selbst herstellen. Dazu braucht man nur 3 Zutaten und etwas Geduld. Hier gibt’s das Rezept.

Hefe braucht man in unseren Küchen sehr oft. Sei es für den kultigen Hermann, den köstlichen Spaß für die ganze Familie oder knusprige Brote und fluffigen Kuchen, überall ist Hefe im Einsatz. Kein Wunder, denn der Mikroorganismus sorgt für jede Menge Luftblasen in Teigen, die die Backwaren herrlich aufgehen lassen. Heute verwenden wir dabei meistens industriell hergestellte Hefe, die in Form von frischen Hefewürfeln oder Trockenhefe daherkommt. Falls diese aber mal vergriffen ist, braucht ihr trotzdem nicht verzagen. Hefe kann man nämlich mit etwas Geduld auch ganz einfach selber machen.

Hefe im Hefeteig in einer Schüssel

Die Triebkraft der Hefe sorgt dafür, dass der Teig schön aufgeht.

Die selbstgemachte, oder “wilde” Hefe, wie sie auch genannt wird, hat aber noch mehr Vorteile. Sie ist leichter bekömmlich als die industrielle Hefe und hat einen hohen Vitamin-B-Gehalt. Dieser wirkt sich positiv auf die Darmflora aus.

Übrigens: Man kann auch Mehl Zuhause machen. Dazu braucht man nur eine Küchenmaschine, einen passenden Getreidemühlenaufsatz und natürlich das Getreide oder die Körner, die man mahlen möchte.


Mehr zum Thema Backen

Einfache Brötchen aus 3 Zutaten

Backen ohne Backofen – Pfannenbrot

Toastbrot selber machen


Hefe selber machen

Zutaten und Utensilien

  • Sauberes Einmachglas oder Flasche, 1,5 Liter Fassungsvermögen
  • 50 g Zucker
  • 1 L lauwarmes Wasser
  • 2 Datteln (oder anderes Trockenobst/frisches Obst), ungeschwefelt

Verschiedene Hefe: Würfel- und Trockenhefe

Industrielle Würfel- und Trockenhefe war gestern.

Zubereitung

  • Zuerst das Glas oder die Flasche entweder im Ofen sterilisieren oder heiß abkochen. Hier empfiehlt es sich außerdem, eine etwas größere Flasche zu nehmen, damit die bei der Hefeherstellung entstehenden Gase genug Platz haben. Anschließend den Zucker und das Wasser hineingeben, das Glas verschließen und so lange schütteln, bis sich der Zucker im Wasser komplett gelöst hat.
  • Die Datteln nun zum Wasser hinzufügen. Achtet hier in jedem Fall darauf, dass ihr ungeschwefelte Früchte benutzt, sonst funktioniert das Rezept nicht.

Übrigens: Datteln sind hier die optimale Grundlage, da sie sehr viel Zucker enthalten und eine klebrige Oberfläche haben, auf der die Hefe perfekt wachsen kann.

  • Das Glas oder die Flasche verschließen, und nun an einem warmen Ort (25-30 Grad) für 8 Tage stehen lassen.
  • Jetzt wird der Behälter jeden Tag 2 mal geschüttelt und kurz geöffnet, damit überschüssige Gase entweichen können. Hier könnt ihr auch immer wieder einen Geruchstest machen, um zu sehen, ob das Hefewasser nicht schlecht geworden ist. Riecht es nach faulen Eiern, müsst ihr es leider entsorgen. Dasselbe gilt natürlich, wenn sich Schimmel in der Flasche oder im Glas gebildet hat – Schaum und Blasen sind normal.

Unser Tipp: Bereitet direkt mehrere Flaschen wilde Hefe vor. So habt ihr keinen Stress, falls eine Flasche schlecht wird.


Die Hefe ist fertig – und jetzt?

Wenn euch die Zubereitung geglückt und eure Hefe (oder eher euer Hefewasser) einsatzbereit ist, könnt ihr es ganz ähnlich der industriellen Hefe verwenden.

Man verwendet 100 – 125 ml pro 500 g Mehl. Achtung, die Flüssigkeit müsst ihr dann natürlich vom jeweiligen Rezept abziehen!

Beachtet aber, dass die selbstgemachte Variante etwas weniger Triebkaft hat. Das heißt, dass ihr sie am besten in Rezepten verwendet, die mit einem Vorteig arbeiten. Oder ihr lasst den Teig länger als üblich in der Schüssel gehen. Zum Beispiel, indem man ihn einfach über Nacht gehen lässt. Schaut einfach, wie ihr die optimalen Ergebnisse hinbekommt.

Die Hefe ist im Kühlschrank übrigens bis zu zwei Monaten haltbar, da sie in der Kälte inaktiv wird. Wenn ihr sie dann verwenden wollt, solltet ihr sie aber erst einen Tag bei Zimmertemperatur stehen lassen, damit sie wieder aktiv werden kann.

Brötchen und Baguette

Hefeteig wird außen schön knusprig und innen wunderbar fluffig.


Wir brauchen mehr – Hefe vermehren

Wenn ihr mit eurer wilden Hefe zufrieden seid und mehr davon herstellen wollt, braucht ihr aber nicht wieder von vorne anzufangen. Ihr könnt einfach etwas eures ursprünglichen Hefewassers aufheben und damit eine neue Flaschen beginnen. So wird der Prozess der Herstellung deutlich beschleunigt und ihr habt schon nach 2-3 Tagen eine neue Ladung bereit. Dazu braucht ihr einfach 200-300 Milliliter eures Hefewassers, dass ihr dann wieder mit Wasser und der entsprechenden Menge Zucker und den Datteln aufgießt.



Source link

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein