Die 10 wichtigsten Fragen zum Intervallfasten

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Ob 16:8, 5:2 oder einen ganzen Tag lang – Intervallfasten ist aktuell besonders beliebt, um nachhaltig Gewicht zu verlieren.

Auch gesundheitliche Vorteile wie die Senkung des Blutdrucks und ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden mit dem Essensverzicht in Verbindung gebracht.

Doch wie stehen Experten zu der Ernährungsform? Und für wen ist dauerhaftes Fasten nicht geeignet?

FIT FOR FUN-Redakteurin und Ernährungswissenschaftlerin Andra Schmidt, Sportwissenschaftler Nima Mashag, Ernährungscoach Moritz Fiebig und Personal Coach Curits Josiah beantworten die zehn wichtigsten Fragen für Einsteiger.

Im Video beantworten die Experten diese und weitere Fragen rund um das Thema Intervallfasten:

Welche Formen des Intervallfastens gibt es?

16:8: Die 16:8-Methode ist derzeit die beliebteste Form des intermittierenden Fastens. Die Zeit der Nahrungsaufnahme wird dabei täglich  auf acht Stunden begrenzt.

Durch ein spätes Frühstück oder ein frühes Abendessen wird in einer Zeit von 16 Stunden komplett auf Essen verzichtet.

5:2: Bei der 5:2 Methode wird hingegen die Kalorienzufuhr an zwei Tagen pro Woche stark minimiert. An diesen Tagen dürfen Frauen maximal 500 Kalorien und Männer bis zu 600 Kalorien zu sich nehmen. An den restlichen fünf Tagen darf man essen, worauf man Lust hat.

Alternative Day Fasting: Einmal im Monat verzichtet man beim  Alternative Day Fasting komplett auf feste Nahrung. Lediglich ungesüßte Getränke und klare Suppen sind erlaubt.

Welche Vorteile bietet das Intervallfasten?

Der zeitweise Essensverzicht soll zum einen beim Abnehmen helfen, sich zum anderen aber auch positiv auf die Gesundheit auswirken.

Durch das Fasten, beispielsweise von 16 Stunden, wird der Darm entlastet und die Zellen bekommen genug Zeit, sich zu erneuern. Das wirkt sich auch verjüngend auf Haut und Haare aus.

Welche Auswirkungen das 16:8 Intervallfasten auf den Körper hat, hat Personal Trainer Curtis Josiah selbst erfahren:

„Ich muss sagen, dass ich in der Zeit deutlich vitaler, deutlich aktiver war. Und es hat für mich super gut gepasst, weil ich es auf meine Lebenslage anpassen konnte.“

Was muss man bei der Ernährung beachten?

Das Wichtige ist es, in der Zeit des Fastenbrechens auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten.

„Die Leute tun sich schwer damit, über drei Mahlzeiten den Tag hinweg ihr Eiweißlevel zu erreichen und wenn es noch weniger Mahlzeiten werden, wird es noch schwieriger.

Wenn ich 16 Stunden nicht esse und in den anderen Stunden auch nur Müll esse, dann ist das auch nicht gut. Es geht am Ende doch trotzdem darum, was geht insgesamt rein“, erklärt Sportwissenschaftler Nima Mashag.

Ernährungswissenschaftlerin Andra Schmidt empfiehlt, in der Zeit des Fastenbrechens nicht zu viele Kalorien einzusparen, damit keine Muskulatur abgebaut wird.

In drei bis vier Mahlzeiten sollte man genung Proteine, gesunde Fette, viel Gemüse und komplexe Kohlenhydrate zu sich nehmen, um den Körper mit genügend Energie und wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Was spricht gegen Intervallfasten?

Ernährungscoach Moritz Fiebig ist kein Fan des 16:8-Fastens. Er kritisiert, dass der Körper durch die fehlende Nahrung nach dem Aufstehen Muskeln statt Fett verbrennt:

„Wenn wir morgens Proteine zu uns nehmen, dann würden wir die Muskulatur schützen. Das Fett würde aber weiterhin offen bleiben und dadurch die Fettverbrennung angeregt bleiben. Wenn wir aber nichts essen, dann wird die Muskulatur morgens primär verbrannt.“

Er setzt lieber auf die Alternate Day Fasting-Methode. Dadurch soll der Körper die Möglichkeit bekommen, sich einmal komplett zu sanieren.

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